Häufige Fragen

Unsere Genossenschaft und unsere Interntseite sind im Aufbau. Daher tauchen auch Fragen auf. Die folgenden Antworten sind eine erste Auswahl. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir diese Liste mit weiteren Antworten auf Ihre Fragen erweitern. Bitte beachten Sie, daß alle Fragen nur zur allgemeinen Information dienen, genaue Reglungen finden Sie in unserer Satzung.

Fragen zur Mitgliedschaft
1. Welche Rechten und Pflichten habe ich als Genossenschaftsmitglied?
2. Können sich auch Unternehmen oder Vereine beteiligen?
3. Gibt es ein Mindestalter für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft? Kann ich für meine Kinder Anteile erwerben?
4. Ist das Stimmrecht abhängig vom eingezahlten Geld?
5.Wie kann ich mich am Bodenkauf beteiligen?
6. Wie kann ich meine Mitgliedschaft beenden?

Fragen zur Genossenschaft
7. Wer ist die Ökonauten eG?
8. Warum eine Genossenschaft und nicht eine AG oder GmbH?
9. Aus welchen Gremien besteht die Genossenschaft?
10. Wie wird der Vorstand kontrolliert?
11. Ist die Genossenschaft vor einer Übernahme von großen Investoren geschützt?

Fragen zu finanziellen Dingen
12. Gibt es eine Maximalbeteiligung?
13. Kann ich ab sofort Lebensmittel bei der Ökonauten eG kaufen?
14. Was passiert mit den Genossenschaftseinlagen?
15. Gibt es Zinsen oder eine Rendite?
16. Was passiert mit Gewinnen und Verlusten der Bodengenossenschaft?
17. Was ist ein negatives Bilanzergebnis?
18. Erhalte ich für meine Genossenschaftseinlage Lebensmittel?
19. Wie werden Genossenschaftsanteile steuerlich behandelt?
20. Wie finanziert sich die Ökonauten eG?
21. Wozu gibt es ein Eintrittsgeld?
22. Hafte ich als Genossenschaftsmitglied mit meinem Privatvermögen?

Fragen zur Mitgliedschaft

1. Welche Rechten und Pflichten habe ich als Genossenschaftsmitglied?
Als Mitglied der Genossenschaft sind Sie stimmberechtigt für die Wahlen des Vorstandes und des Aufsichtsrats. Über die Generalversammlung können Sie zentrale Themen mit entscheiden, bspw. über die Verwendung von Überschüssen oder den Umgang mit Verlusten.
Und nicht zu vergessen: Als Mitglied erhalten Sie einen exklusiven Zugang zu unseren landwirtschaftlichen Erzeugnissen und weiteren Angeboten, die wir gerade entwickeln.
Zu den Pflichten der Mitglieder zählt die finanzielle Haftung mit ihren Genossenschaftsanteilen. Darüber hinaus gibt es jedoch keine Nachschusspflicht für die Mitglieder, also die Haftung mit dem Privatvermögen. Weiterhin sind alle Mitglieder verpflichtet, der Genossenschaft jede Änderung ihrer Anschrift und E-Mail-Adresse mitzuteilen.↑up↑

Weitere Informationen finden Sie in der Satzung und in dem Genossenschaftsgesetz.

2. Können sich auch Unternehmen oder Vereine beteiligen?
Ja. Auch juristische Personen, also GmbHs, Aktiengesellschaften oder andere Genossenschaften können Mitglieder der Ökonauten eG werden. Sie erwerben genau wie natürliche Personen Anteile und nehmen ihre Rechte in der Genossenschaft durch einen Vertreter wahr. Besondere Rechte, wie beispielsweise höhere Stimmgewichtung, gibt es nicht. ↑up↑

3. Gibt es ein Mindestalter für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft? Kann ich für meine Kinder Anteile erwerben?
Mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten können auch Personen unter 18 Jahre Mitglied bei der Ökonauten eG werden. Wenn Sie Anteile für Ihre Kinder in die Genossenschaft erwerben wollen, erwähnen Sie dies bitte im Mitgliedsantrag. ↑up↑

4. Ist das Stimmrecht abhängig vom eingezahlten Geld?
Nein. Jedes Mitglied der Ökonauten e.G. hat unabhängig von der Höhe der Einlage eine Stimme. ↑up↑

5. Wie kann ich mich am Bodenkauf beteiligen?
Um sich am Bodenkauf zu beteiligen, ist einzig der Eintritt in die Ökonauten eG Voraussetzung. Hierfür sind mindestens zwei Genossenschaftsanteile zu je 250 € zu zeichnen, wobei natürlich auch weitere Anteile erworben werden können. Um die Verwaltungskosten der Genossenschaft zu decken, kommt eine einmalige Verwaltungskostenbeitrag von 25 € hinzu. Nach dem Genossenschaftseintritt ist jedes Mitglied am gemeinsamen Bodenvermögen beteiligt. ↑up↑

6. Wie kann ich meine Mitgliedschaft beenden?
Möchten Sie Ihre Mitgliedschaft beenden, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie können Ihre Einlage jemand anderem übergeben. Dies kann unverzüglich geschehen.
  2. Sie können aus der Genossenschaft austreten. Sie erhalten dann den Gegenwert Ihrer Einlage zum Zeitpunkt der Austrittserklärung erstattet. Das bedeutet: Wenn die Genossenschaft ein negatives Bilanzergebnis hat, wird dieser anteilig von Ihrem Anteil abgezogen. Hinzukommt, dass die Einlage nur ausgezahlt werden kann, sollte sie finanzielle Stabilität der Genossenschaft nicht gefährden. Diese Regelungen schützt die Genossenschaft davor, bei einem Austritt von einem größeren Kapitalgeber oder vielen Mitgliedern unerwartet zahlungsunfähig zu werden. Dies ist einer der Gründe warum Genossenschaften zu den stabilsten Rechtsformen in Deutschland gehören. ↑up↑

Fragen zur Genossenschaft

7. Wer ist die Ökonauten eG?
Die Ökonauten eG ist eine Bürgergenossenschaft, die gemeinschaftlich Land erwirbt, bäuerliche Landwirtschaft und Existenzgründungen unterstützt und gute Lebensmittel produziert. Wir fördern damit für die Mitglieder die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus der Region. Als Genossenschaft haben wir die Absicht sozialunternehmerische Lösungen für gesellschaftlich relevante Probleme anzubieten. ↑up↑

8. Warum eine Genossenschaft und nicht eine AG oder GmbH?
Wir haben uns für die Genossenschaft entschieden, weil sie die ideale Rechtsform ist, um unsere demokratischen Ziele zu verwirklichen: Jedes Mitglied der Genossenschaft hat eine Stimme, unabhängig von der Anteilshöhe. Das heißt also, dass jedes Mitglied in gleicher Weise an den grundlegenden Entscheidungen beteiligt ist.
Ein– oder Austritte sind bei Genossenschaften – anders als bei anderen Rechtsformen wie der GmbH -ohne großen Aufwand und Kosten möglich. Dadurch können sich problemlos auch viele kleine Anteilseigner beteiligen. ↑up↑

9. Aus welchen Gremien besteht die Genossenschaft?
Die Genossenschaft organisiert sich auf drei Ebenen: der Generalversammlung, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat.
Die Generalversammlung wird mindestens einmal jährlich (§ 48 Abs. 1 GenG) oder wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder dies verlangen (§ 45 Abs. 1 GenG) einberufen. Die Generalversammlung wählt den Vorstand alle zwei Jahre.
Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Er führt die Geschäfte der Genossenschaft gemäß den Vorschriften der Gesetze, insbesondere des Genossenschaftsgesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Ferner vertritt der Vorstand die Genossenschaft gerichtlich und außergerichtlich und wird vom Aufsichtsrat kontrolliert.
Der Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand bei dessen Geschäftsführung und kann jederzeit Berichterstattung verlangen sowie Einsicht in den Kassenstand oder die Bücher und Schriften der Genossenschaft verlangen. ↑up↑

10. Wie wird der Vorstand kontrolliert?
Der Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand. Neben dem Recht jederzeit Berichterstattung zu verlangen, bedarf der Vorstand in folgenden Angelegenheiten der Zustimmung des Aufsichtsrates:

– der Geschäftsordnung des Vorstandes,
– außer- oder / und überplanmäßige Geschäften, deren Wert 5.000 € übersteigt, bei wiederkehrenden Leistungen berechnet für die Frist bis zur möglichen Vertragsbeendigung,
– der Beteiligung an anderen Unternehmen und Vereinigungen, einschließlich Abschluss von Kooperationsverträgen,
– dem Erwerb, Verkauf und der Belastung von Grundstücken,
– der Erteilung von Prokura. ↑up↑

11. Ist die Genossenschaft vor einer Übernahme von großen Investoren geschützt?
Ja. Durch die Rechtsform und die ausschließliche Beschränkung auf eine Mitgliedsstimme kann kein Investor die Genossenschaft dominieren oder erhält ein rechtlich erweitertes Mitspracherecht. ↑up↑

Fragen zu finanziellen Dingen

12. Gibt es eine Maximalbeteiligung?
Nein, über die Mindestbeteiligung von zwei Anteilen zu je 250 € können Sie so viele Anteile zeichnen, wie Sie möchten. Sie können nach einer Erstzeichnung auch im späteren Verlauf weitere neue Anteile erwerben.
Die Anzahl der Genossenschaftsanteile hat keinen Einfluss auf die Anzahl der Stimmen in der Vollversammlung. Jedes Mitglied hat genau eine Stimme. Damit besteht wenig Gefahr, dass Einzelpersonen übermäßigen Einfluss auf Entscheidungen nehmen können. ↑up↑

13. Kann ich ab sofort Lebensmittel bei der Ökonauten eG kaufen?
Nein. Derzeit wird die Genossenschaft aufgebaut. Das bedeutet die Ökonauten eG erwirbt zuerst Land und dieses wird dann erst durch Landwirte bestellt werden. Weiterhin sind wir mit potenziellen Abholstationen und weiteren Partnern im Gespräch. Sobald unsere Arbeit die ersten Früchte trägt, sind die Genossenschaftsmitglieder die Ersten, die davon profitieren. ↑up↑

14. Was passiert mit den Genossenschaftseinlagen?
Die Genossenschaftseinlagen werden auf das Geschäftskonto der Ökonauten eG eingezahlt. Die Einlagen werden für den Bodenkauf verwendet. Weitere Finanz- oder Kapitalanlagen werden durch die Ökonauten eG nicht getätigt. Gesetzlich ist die Genossenschaft zudem zu einer Rücklagenbildung verpflichtet. ↑up↑

15. Gibt es Zinsen oder eine Rendite?
Unsere Genossenschaft arbeitet sozialunternehmerisch, dass heißt es gibt keine Renditeorientierung. Da Sie als Mitglied gleichzeitig Mit-Inhaber sind, wollen wir nicht dem Prinzip “linke Tasche – rechte Tasche“ folgen. Zudem wären für eine Rendite (Kapitalerträge) Steuern für die Genossenschaft und zusätzlich für den Mit-Inhaber fällig. Daher wollen wir in guten Ertragsjahren, einen Teil des Überschusses als genossenschaftliche Rückvergütung ausschütten. Über eine Rückvergütung beschließt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates. ↑up↑

16. Was passiert mit Gewinnen und Verlusten der Bodengenossenschaft?
Über die Aufteilung des Gewinns und den Umgang mit möglichen Verlusten entscheidet die Generalversammlung der Genossenschaft. In dieser ist jedes Mitglied stimmberechtigt. In der Satzung ist festgeschrieben, dass wir mindestens 10% des Jahresüberschusses der gesetzlichen Rücklage zuführen. Ein Teil der Gewinne soll an die Genossenschaftsmitglieder in Form von Lebensmitteln ausgeschüttet werden. Sollte die Bodengenossenschaft Verluste erwirtschaften, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann sie die Rücklage benutzen, um die Verluste auszugleichen. Zum anderen kann die Generalversammlung beschließen, dass die Geschäftsanteile der Mitglieder zur Deckung der Verluste verwendet werden. ↑up↑

17. Was ist ein negatives Bilanzergebnis?
Alle anfallenden Ausgaben (z.B. Prüfungskosten und Mitgliedschaft beim Genossenschaftsverband) werden von den Einnahmen abgezogen. Sollten die Ausgaben höher als die Einnahmen sein entsteht ein negatives Bilanzergebnis. Dieses summiert sich oder wird durch Überschüsse abgetragen. Als Unternehmen kann man ohne weiteres ein negatives Ergebnis haben, das ist sehr verbreitet. Denn es sagt nicht viel über die Stabilität und Gesundheit des Unternehmens aus. Viel wichtiger ist, dass die Liquidität, also unsere frei verfügbaren finanziellen Mittel ausreichen, um unerwartete Ausgaben oder Ernteverluste zu kompensieren. Dafür bilden wir als Genossenschaft Rücklagen. Das bedeutet, dass die Ökonauten eG nie das gesamte Kapitel in Land investiert, sondern immer auch eine Reserve auf dem Geschäftskonto haben wird. ↑up↑

18. Erhalte ich für meine Genossenschaftseinlage Lebensmittel?
Nein. Mit den Genossenschaftseinlagen schafft die Ökonauten eG Rahmenbedingungen für eine ökologische Flächenbewirtschaftung, indem die Flächen erworben werden. Mit den Einlagen können jedoch keine Betriebskosten der Landwirte gedeckt werden. Dazu gehören u.a. Arbeitsmaschinen, Saatgut oder auch eine gerechte Entlohnung der Menschen, die für uns Tag ein Tag auf den Feldern arbeiten. Hinzu kommen die Logistikkosten vom Feld zu den Abholstationen sowie die Verwaltungskosten der Genossenschaft. Das alles können Sie als Mitglied transparent einsehen. ↑up↑

19 Wie werden Genossenschaftsanteile steuerlich behandelt?
Der Kauf von Genossenschaftsanteilen kann steuerlich nicht geltend gemacht werden. ↑up↑

20. Wie finanziert sich die Ökonauten eG?
Unsere Aktivitäten basieren derzeit ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit der Gründungsmitglieder. Wir bringen unsere Zeit, Energie, Engagement und Erfahrung unentgeltlich in das Vorhaben ein, weil wir zutiefst von der Idee einer bürgergetragenen Landwirtschaft überzeugt sind. Die Genossenschaftsanteile werden ausschließlich für den Landkauf und für Rücklagen der Genossenschaft verwendet. ↑up↑

21. Wozu gibt es ein Eintrittsgeld?
Das Eintrittsgeld wird für Notargebühren und die Grundstückserwerbssteuer, die bei einem Grundstückskauf anfallen, verwendet. ↑up↑

22. Hafte ich als Genossenschaftsmitglied mit meinem Privatvermögen?
Nein. In unserer Satzung ist die sogenannte „Nachschusspflicht“ für Mitglieder explizit ausgeschlossen. Jedes Mitglied haftet maximal in der Höhe seiner Genossenschaftsanteile. ↑up↑

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Diese Seite wird kontinuierlich fortgeschrieben. Wenn Sie Anregungen und Fragen haben, auf die Sie hier keine Antwort finden, freuen wir uns über Ihre Nachricht:  info@oekonauten-eg.de.  ↑up↑

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